Art- und Unterart- sowie Altersbestimmung

Pelzmantel geerbt oder bei der Haushaltsauflösung gefunden? Während die meisten Pelze wie Persianer, Nerz oder Fuchs keinen Handelsbeschränkungen unterliegen, dürfen Pelze aus Fellen von geschützten Arten wie Ozelot, Luchs, Leopard und Co. nur mit einer Ausnahmegenehmigung vom Vermarktungsverbot (EU-Bescheinigung, „CITES“) verkauft werden. Diese wird je nach Bundesland oder Gemeinde von den Regierungspräsidien, Landratsämtern oder Naturschutzbehörden erteilt, wenn nachgewiesen werden kann, dass das Exponat vor Inkrafttreten der Unterschutzstellung erworben oder angefertigt wurde.

Wir übernehmen die genaue Art- und Unterartbestimmung von Pelzen, Fellen und Präparaten inkl. Altersbestimmung.

Mit einem Gutachten von FeliCITES erhalten Sie als Behördenmitarbeiter und Ihre Klienten eine größtmögliche Rechtssicherheit bei der Ausstellung von Befreiungen vom Vermarktungsverbot streng geschützter Arten.

Im Rahmen unserer Recherchen stoßen wir immer wieder auf Produkte mit falsch oder fehlerhaft ausgestellten EU-Bescheinigungen bzw. Befreiungen vom Vermarktungsverbot. Am häufigsten kommen Verwechslungen von Ozelot (Leopardus pardalis), Margay (Leopardus wiedii, auch als Baumozelot der Peludo gehandelt) und Oncilla bzw. Ozelotkatze (Leopardus tigrinus) vor. Aber auch Leopard/Jaguar und Leopard/Gepard werden häufig verwechselt, ebenso verschiedene kleinfleckige Wildkatzenarten.

 

Falsch ausgestellte Zertifikate stellen im Zweifelsfall keine Befreiung vom Vermarktungsverbot dar und können zur Beschlagnahmung führen.

 

 

Katzenartige

Panthera pardus japonica

Nordchinesischer Leopard

Panthera pardus saxicolor

Persischer Leopard

Felis sylvestris sylvestris und F. s. caucasica

Unterartenvergleich von Wildkatzen aus Mitteleuropa und dem Kaukasus


Lynx canadensis – Kanadischer Luchs



Beispiele für Pelzerzeugnisse

                              Beispiel aus der Pelzmode

                              Pelzmantel aus eurasischen Luchsfellen (Lynx lynx)

 

Pelzmantel aus Kanadischen Luchsfellen (Lynx canadensis). Anfertigung Mitte/Ende der 1970er-Jahre.

 

 

Pelzmantel aus ausgelassenen Rotluchsfellen (Lynx rufus). Anfertigung Ende der 1970er-Jahre.

 

 

Pelzjacke aus ganzen Rotluchsfellen (Lynx rufus). Anfertigung Mitte der 1970er-Jahre.

 

 

 


 

Pelzmantel aus Kleinfleckkatzenfellen (Leopardus geoffroyii), zur Begutachtung vorgelegt als „Ozelotmanatel“. Anfertigung Ende der 1970er-/Anfang 1980er-Jahre. Altersbestimmung nach Lederbeschaffenheit und Verarbeitungsweise.

 

 

Pelzjacke aus Leopardenfellen (Panthera pardus). Anfertigung Ende der 1960er-/Anfang 1970er-Jahre. Altersbestimmung nach Lederbeschaffenheit und Verarbeitungsweise/Schnittform.

 

 

Pelzmantel aus Ozelotfellen (Leopardus pardalis). Anfertigung Ende der 1960er-/Anfang 1970er-Jahre. Altersbestimmung nach Lederbeschaffenheit und Schnittform.

 



 

Pelzmantel aus Tigerkatzenfellen (Leopardus tigrinus). Anfertigung Mitte der 1970er-bis 1980er-Jahre.

 

 

Pelzjacke aus Tigerkatzenfellen (Leopardus tigrinus). Anfertigung Ende der 1970er- bis Anfang der 1980er-Jahre.

 

 

Pelzjacke aus ganzen Baumozelotfellen (Leopardus wiedii), zur Begutachtung vorgelegt als „Ozelotjacke“. Anfertigung ca. 1970–1975. Altersbestimmung nach Lederbeschaffenheit und Verarbeitungsweise.

 



Marderartige

Fellbeispiele marderartiger Raubtiere: Gulo gulo/Vielfraß, Martes martes/Baummarder (Sommer- u. Winterfell),

Neovison vison/Mink.

 

Beispiel aus der Pelzmode

Pelzmantel aus kanadischen Fischermarderfellen (Martes pennanti)